Donnerstag, 29. Dezember 2016

Zahnbürste und mehr?

Aufbewahrung von Zahnbürsten in Alkohol oder Salzlösung keimfreier

Sollten Zahnpasten außer Fluoride auch Thiocyanate enthalten als Schutzfaktor für Zahnschmelz?

Übliche Zahnbürste oder eine elektrische?

 
 

Elektrisch oder normal: Welche Zahnbürste putzt besser?

von Team maxLQ

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

mindestens zweimal am Tag, besser sogar dreimal, Zähneputzen. Mindestens zwei Minuten lang, manche Zahnärzte empfehlen drei Minuten. Aber: nicht direkt nach dem Essen. Halten Sie eine halbe Stunde Abstand ein. Sonst greifen Sie den Zahnschmelz an. Die Folge ist das, was Sie eigentlich vermeiden wollten: Empfindliche Zähne, die schneller von Karies befallen werden.

Soweit kennen Sie die Empfehlungen sicherlich. Die Frage, die sich aber immer wieder stellt: Welche Zahnbürste sollten Sie nutzen? Bleiben Sie bei der klassischen Handzahnbürste oder wechseln Sie doch zur elektrischen Zahnbürste? Forscher haben nun herausgefunden: Beide Zahnbürstenarten schützen gleich gut vor Karies. Aber: Die elektrischen Zahnbürsten schützt deutlich besser vor Zahnfleischentzündungen oder Zahnverlust.

Zahntaschen bleiben bei elektrischem Putzen deutlich flacher

Herausgefunden haben diese Tatsache Forscher der Universität Greifswald. Sie haben eine Studie mit über 2.800 Erwachsenen durchgeführt. Für diese untersuchten sie Zähne und Zahnfleisch der Teilnehmer. Darüber hinaus fragten sie mit speziellen Fragebögen Details zum allgemeinen Gesundheitszustand ab. Außerdem hielten sie fest, wie genau die Zahnpflege-Routine der Studienteilnehmer aussah. Die gleichen Befragungen und Untersuchungen wurden nach sechs und elf Jahren erneut durchgeführt.

Die Wissenschaftler fanden heraus: Bei denen, die elektrische Zahnbürsten nutzten, waren die Zahnfleischtaschen um 22 Prozent flacher als bei denen, die eine Handzahnbürste verwendeten.

Diese Taschen bilden sich dann, wenn Bakterien und Plaques sich auf den Zähnen niederlassen. Nach und nach vergrößert sich der Spalt zwischen Zahn und Zahnfleisch. Bakterien können hier eindringen und den Zahn angreifen. Es kommt zur Parodontitis. Dabei handelt es sich um eine Entzündung des Zahnhalteapparats. Auf Dauer geht das Zahnfleisch zurück. Dadurch fehlt den Zähnen der Halt. Sie werden locker und fallen dann aus, wenn keine Behandlung erfolgt.

Zahnverlust wird deutlich reduziert

Elektrische Zahnbürsten führen dazu, dass das Risiko für einen Zahnverlust um rund 20 Prozent sinkt. Diejenigen Studienteilnehmer, die die elektrischen Bürsten nutzten, verloren rund 0,4 Zähne weniger. Die Forscher weisen darauf hin, dass diese Zahnbürsten einfach am besten sind, um die Mundgesundheit so gut wie möglich zu erhalten. Besonders lohnt sich der Umstieg auf die elektrische Bürste, wenn Sie bisher nicht oder nur unter leichten Zahnfleischentzündungen leiden. Am besten helfen Ihnen dann übrigens rotierende Bürsten. Im Gegensatz zu den Modellen, die nur vibrieren, entfernen sie Plaques deutlich besser und bieten daher auch einen besseren Schutz vor Parodontose.

Übrigens: Leiden Sie schon unter schweren Entzündungen, können Sie diese auch mit einer elektrischen Zahnbürste nicht verringern. Hier hilft nur noch die Behandlung beim Zahnarzt.

Bleiben Sie gesund

Ihr Team von maxLQ

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(aus Täglich gesund am 26.09.2024)